Anja Kaiser

Bodies of discourse

Lecture
7 May 2019, 6 p.m.

Der Körper unterliegt vielfältigen Perspektivkonstruktionen, ganz gleich ob uns seine Stellvertreter*innen online oder IRL begegnen. Welche Realitäten lassen sich davon ableiten und welche Abweichungen entstehen? Anja Kaiser präsentiert angewandte und unabhängige Projekte, die den Körper als ambivalentes Medium zwischen Macht und Ohnmacht auf dem Spielfeld der selbst- und fremdbestimmten Verwertung thematisieren. Die Sichtbarkeit der sich ermächtigenden grrrls-, POC- und LGBTQ-Gemeinschaft bestimmt ihre Projekte.

BIO
Anja Kaiser bewegt sich im aktivistischen Umfeld, in Szenen der Popkultur und sucht nach Freiräumen für gesellschaftliche Mitgestaltung. In Zusammenarbeit mit dem Institut fuer Zukunft, dem Conne Island und verschiedenen feministischen Gruppen hat sie an Projekten und deren grafischer Übersetzung mitgewirkt. Innerhalb ihrer eigenen künstlerischen Arbeit untersucht sie den menschlichen Körper als unvermeidliche Projektionsfläche eines biologisch begründeten Determinismus und beleuchtet Ansätze der Dekonstruktion. Dabei bearbeitet sie die Übergänge zwischen Grafik, Design, Kunst, Musik und Formen der digitalen Selbstermächtigung. Mit Plakaten, animierten Digitalbildern und Handtucheditionen, die eine radikale ästhetische Handschrift tragen, verhilft sie den bearbeiteten Themen zu einer breiten öffentlichen Wahrnehmung.

Dieser Vortrag ist Teil des Workshops „Template Culture – Inklusion, Neutralität und gestalterische Verantwortung“, einer gemeinsamen Lehrveranstaltung von Anja Lutz und Rebekka Kiesewetter (Hyperwerk Basel) und Prof. Franziska Morlok (FH Potsdam).

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